Bedienungsanleitung für die Speisepilze Lungenseitling und Austernseitling auf Buchenstämmen

 

Bitte graben Sie den „Pilzstamm“ zeitnah ein, da sonst die Gefahr des Austrocknens besteht. Falls eine Zwischenlagerung erforderlich ist, wäre ein kühles, schattiges Plätzchen vorteilhaft.

 

Das Eingraben kann das ganze Jahr über erfolgen – Frost schadet nicht. Graben Sie ein Loch im Garten an einem vollschattigen und feuchten Platz mit wenig Wind. Das Loch sollte so tief sein, dass man den Stamm etwa bis zu 2/3 einsenken kann. Entfernen Sie nun die Verpackung des Stammes und stellen Sie ihn in das Loch. Ein Teil der zuvor ausgegrabenen Erde wird dann um den Stamm verteilt, fest gedrückt und reichlich bewässert. Wichtig ist, dass der Standort feucht bleibt. Ich empfehle daher zu gießen, falls längere Trockenheit herrscht.

 

Wenn Sie den Stamm auf dem Balkon oder im Zimmer haben möchten, wird ein Blumentopf mit Erde gefüllt und der Stamm etwa bis zu 2/3 eingegraben. Der Standort sollte wiederum vollschattig und vor Wind geschützt sein. Danach wird regelmäßig gegossen – so dass die Erde immer feucht ist. Zusätzlich könnten Sie eine Plastiktüte locker über den Blumentopf stülpen. So bleibt die Feuchtigkeit länger erhalten.

 

Für gewöhnlich wird nach einigen Monaten das erste Mal geerntet (Richtwerte sind 3 bis 12 Monate). Geerntet werden die Pilze solange der Hutrand noch etwas eingerollt ist. Wenn man zu lange wartet, verlieren sie ihre zarte Konsistenz und werden zäh. Die Pilzernten sind vor allem im Herbst, aber auch im Frühling und Sommer zu erwarten. Im Haus auch im Winter. Man kann so lange Pilze ernten, bis die „Holznahrung“ aufgebraucht ist. Das kann mehrere Jahre dauern. Der Umfang der gesamten Pilzernte eines Stammes kann bis zu einem Drittel des Stammgewichts betragen.

 

Beschreibung Lungenseitling und Austernseitling: Beide Pilzarten wachsen oft büschelweise an der Seite des „Pilzstammes“, können aber auch neben dem Stamm auftreten. Das Aussehen einzelner Pilzfruchtkörper ist zungen- bis muschelförmig. Der Hutrand ist öfters etwas gewellt – beim Lungenseitling mehr als beim Austernseitling. Die Farben beider Seitlinge reichen von weißlich bis hellbraun und gräulich auf der Hutoberseite. Der Austernseitling kann zusätzlich Blautöne aufweisen. Die Lamellen an der Hutunterseite und der Stiel sind weißlich bis beige. Der Stiel ist, wenn vorhanden, fein filzig und befindet sich seitlich am Hut. Der Hutdurchmesser beträgt etwa 5-15 cm. Prägen Sie sich diese Beschreibung ein. Da es sich um ein Naturprodukt handelt, kann es sein, dass weitere Pilzarten auf dem Stamm auftreten. Wenn Sie nicht sicher sind um welche Pilzart es sich handelt, die Sie essen möchten, nehmen Sie bitte Kontakt mit mir auf oder fragen Sie einen Pilzberater in Ihrer Nähe.

 

Geschmack und Rezepte: Diese Seitlinge besitzen einen mild pilzigen Geschmack. Sie  lassen sich sehr gut in Butter angebraten, beispielsweise mit Kartoffeln, Reis, Salat oder Brot kombinieren. Auch als Einlage für Saucen und Suppen sind sie hervorragend geeignet. Die Pilze beinhalten u.a. wenig Fett, lebensnotwendige Eiweiβbausteine, Vitamine und Mineralstoffe.

 

Schnecken mögen Pilze. Sollten Sie Schnecken in Ihrem Garten haben, empfehle ich Ihnen diese von dem Stamm fern zu halten.